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Polen

Berlin ist eine polnische Stadt. Über 150.000 Menschen mit polnischer Muttersprache leben in der deutschen Hauptstadt. "Polski Berlin", das polnische Berlin, ist inzwischen eine feste Größe in der deutschen Hauptstadt, wirtschaftlich ebenso wie kulturell. Dem entspricht auch ein veränderter Blick seitens der Aufnahmegesellschaft. Nicht mehr polnische Bauarbeiter und Putzfrauen bestimmen das Bild der polnischen Berliner, sondern Studenten und Künstler. Zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer und dem Staunen über den "Polenmarkt" am Potsdamer Platz hat das polnische Berlin sein Putzfrauenimage abgestreift. Gleichzeitig hat es sich ausdifferenziert. Eine polnische Malerin wird in den Galerien nicht ausgestellt, weil sie Polin ist, sondern weil sie eine gute Malerin ist. Einen "Community-Bonus" gibt es für "Polski Berlin" nicht mehr. Wohl aber einen Bewegungsraum, der von Berlin bis Warschau reicht. Wegen der Nähe zur Grenze etablieren sich Lebensentwürfe, die längst nicht mehr an einen Ort gebunden sind. Pendlerexistenzen gibt es nicht mehr nur in der Putzfrauenökonomie, sie sind überall zu finden. Ausgehend vom Europa der Regionen macht es deshalb Sinn, das polnische Berlin nicht vom europäischen Polen zu trennen, sondern es gemeinsam zu beschreiben. Der Themenschwerpunkt Polen auf will dazu beitragen.

Beschleunigung und Stillstand

Eine Reise durch Polens Zeitzonen in fünf Etappen (Vortrag auf dem Festival Metro-Polen an der FH Potsdam am 3. Februar 2010)
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Lücken schließen

Die Ausstellung "Grenze. Welche Grenze?" macht mit einer interessanten Botschaft auf sich aufmerksam. Nicht mehr Kunstprojekte sind der Motor der Grenzgängerei an Oder und Neiße, sondern Unternehmungen, die sich für beide Seiten rechnen - ideell, aber auch wirtschaftlich (taz vom 28. November 2009)
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Wir, Europäer

Die Ausstellung "Wir Berliner" zeichnet die Geschichte der Polen in Berlin nach und zeigt: Die deutsche Hauptstadt war lange ein politisches und kulturelles Zentrum der Polen in Europa. Daran wird seit der Wende wieder angeknüpft (taz vom 4. Juni 2009)
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Geschichte wird gemacht

Exkursionen wie die nach Schwetig/wiecko sind die Spezialität des Instituts für angewandte Geschichte. Was einst in einer Pizzeria im polnischen Subice begann, ist inzwischen zu einer "Geschichtswerkstatt Europa" geworden (taz vom 8. Mai 2008)
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Ehe oder Partnerschaft

Die Oder-Partnerschaft mit Polen hat mit vielen Problemen zu kämpfen. Dennoch gibt es Fortschritte (taz vom 20. März 2008)
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"Ich will keinen Durchschnitt zeigen"

Wunderbare Geschichten, politische Statements - morgen beginnt das Festival "Film Polska". Insgesamt werden rund 90 Filme gezeigt. Berlin ist dafür der perfekte Ort, sagt Organisator Kornel Miglus, denn das Publikum sei offen und international, polnische Filmemacher kämen gerne hierher (taz vom 22. April 2008)
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"Politik ist Aufgabe der Politiker"

Ämter und Posten werden in Polen gerade häufig gewechselt, doch manchmal gibt es auch Überraschungen. Mit Tomasz Dabrowski kam Anfang des Jahres ein neuer Direktor des Polnischen Instituts nach Berlin, der nicht die Konfrontation sucht, sondern den Dialog. Allerdings will er auch Dinge ansprechen, die bislang unter den Tisch fielen (taz vom 16. April 2007)
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Deutsche Tabus

Lücken im kollektiven Gedächtnis: Lange war die Figur des Flüchtlings ausgegrenzt, wie die Ausstellung "Flucht, Vertreibung, Integration" zeigt (taz vom 26. Mai 2006)
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"Das lässt sich nicht per Beschluss ändern"

Polen ist Brandenburgs wichtigster Handelspartner. Doch im bundesweiten Vergleich hinkt das Land bei Exporten nach Osteuropa noch hinterher, sagt Gerd Harms, Staatssekretär in der Potsdamer Staatskanzlei. Er hofft, dass bei der morgigen Oderkonferenz der ländliche Raum stärker berücksichtigt wird (taz vom 4. April 2006)
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Protest gegen den polnischen Präsidenten

Als Stadtpräsident von Warschau hat sich Lech Kaczyski als Homofeind hervorgetan. Schwule und Lesben wollen deshalb morgen gegen ihn demonstrieren. Denn Berlin ist inzwischen zum Mekka für die polnische Szene geworden (taz vom 8. März 2006)
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Die Breslauer Herausforderung

Wenn man von Berlin überhaupt nach Osten geschaut hat, dann meist nach Warschau oder Moskau. Für die Zukunft der Stadt ist ein kulturelles und wirtschaftliches Netzwerk in der Oderregion aber näher liegend (taz vom 30.April 2004)
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Mitten in Europa

Wirtschaftlich profitiert Berlin von der Osterweiterung nicht so stark wie Wien. Kulturell aber ist es längst eine Metropole geworden. Fünf Porträts von Wanderern zwischen Ost und West (taz vom 11. Februar 2004)
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Die Oder Polen hin und weg

Das Tor zum Westen
Berlin vor der EU-Osterweiterung: Wirtschaftlich wird die Stadt davon kaum profitieren, aber für Künstler und Wissenschaftler ist sie längst ein faszinierender Anziehungspunkt (Zitty 4/2004)

Die Nacht, in der der Wind aus Osten kam
Während sich die Außenminister umarmten, brachten 25.000 Deutsche und Polen am Tag des EU-Beitritts Volksfeststimmung nach Frankfurt und Subice. In den Dörfern Aurith und Urad feierte man für ein paar Stunden sogar die Wiedervereinigung (taz vom 3. Mai 2004)

Ort zum Schreiben und Atmen
Worin besteht Berlins Mittel- und Osteuropakompetenz? Im Roten Rathaus versuchte sich unter anderem der ungarische Schriftsteller Dalos an einer Antwort (taz vom 26. Juni 2003)

Kulturtransfer in Rinderpelle
Im "Klub der polnischen Wurstmenschen" nimmt Leszek Oswiecimski deutsche Gutmenschen und polnische Schnurrbartträger aufs Korn. Kein Wunder, dass die Helden von trauriger Gestalt bei den polnischen Versagern landen (taz vom 8. November 2002)

"Polen ist in vielem schon weiter"
Fit für die Osterweiterung? Der Wirtschaftsgeograf Stefan Krätke von der Universität Viadrina glaubt, dass Berlin offensiver mit dem Thema Polen umgehen müsse. Chancen gebe es auch für die Ansiedlung polnischer Unternehmer in Berlin (taz vom 19. Oktober 2002)

Orte, an denen es rau zugeht
Zwei Jahre vor der Osterweiterung der Europäischen Union sucht Berlin noch immer seine Identität. Warum kommt es nicht auf das Naheliegende? Warum stellt man sich nicht der geografischen Realität und sucht seine Chancen als Grenzstadt? (Vortrag Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung 2002)

"Wir müssen Polen bekannter machen"
Seit der Wende werden Berlin als künftiger Ost-West-Drehscheibe goldene Jahre vorhergesagt. Doch zwei Jahre vor der geplanten EU-Osterweiterung sind die Weichen dafür kaum gestellt. Vier Experten debattieren, welche Fehler gemacht wurden und wie der rot-rote Senat das Thema anpacken sollte (taz vom 18. Januar 2002)

Von Danzig bis Berlin
Vor zwanzig Jahren wurde über Polen das Kriegsrecht verhängt. In Berlin wurden die Flüchtlinge als "Helden der Solidarnosc" empfangen. Ein neuer Migrationszyklus von Ost nach West hatte begonnen (taz vom 12. Dezember 2001)

Wunder dauern etwas länger
Berlin gilt als Ost-West-Drehscheibe. Doch in die osteuropäischen Märkte exportieren andere Bundesländer weit mehr als die Hauptstadt. Für den Osteuropakoordinator des Senats, Wolfram O. Martinsen, liegt das auch an fehlender Begegnungskultur (taz vom 14. März 2001)

Die westlichste Stadt Polens
Schon zu DDR-Zeiten vergessen und verfallen, verliert Görlitz trotz intensiver Sanierungsanstrengungen immer mehr Einwohner. Das polnische Zgorzelec am anderen Neißeufer dagegen boomt. Beide Städte nennen sich seit zwei Jahren "Europastadt" und planen zusammen ihre Zukunft: Die heißt Polen (taz vom 23. August 2000)

Preußisches Pompeji
1945 wurde die preußische Festung Küstrin nach schweren Kämpfen von der Roten Armee eingenommen. Die Ruinen der Altstadt liegen seither unter Bäumen und Sträuchern begraben. Aus dem deutschen Küstrin wurde das polnische Kostrzyn. Nun soll die zerstörte Festung wieder aufgebaut werden (taz Magazin vom 6. Januar 2001)

Die nahe und doch so fremde Stadt
Kaum mehr als 100 Kilometer trennen Berlin vom polnischen Szczecin. Während sich die 420.000 Einwohner zählende Hafenstadt an der Oder in Richtung deutsche Hauptstadt orientiert, verfolgen die Berliner ihre eigenen Interessen (taz vom 14. November 2000)