Polen
Berlin ist eine polnische Stadt. Über 150.000 Menschen mit polnischer
Muttersprache leben in der deutschen Hauptstadt. "Polski Berlin",
das polnische Berlin, ist inzwischen eine feste Größe in der
deutschen Hauptstadt, wirtschaftlich ebenso wie kulturell. Dem entspricht
auch ein veränderter Blick seitens der Aufnahmegesellschaft. Nicht
mehr polnische Bauarbeiter und Putzfrauen bestimmen das Bild der polnischen
Berliner, sondern Studenten und Künstler. Zwanzig Jahre nach dem Fall
der Mauer und dem Staunen über den "Polenmarkt" am Potsdamer
Platz hat das polnische Berlin sein Putzfrauenimage abgestreift. Gleichzeitig
hat es sich ausdifferenziert. Eine polnische Malerin wird in den Galerien
nicht ausgestellt, weil sie Polin ist, sondern weil sie eine gute Malerin
ist. Einen "Community-Bonus" gibt es für "Polski Berlin"
nicht mehr. Wohl aber einen Bewegungsraum, der von Berlin bis Warschau reicht.
Wegen der Nähe zur Grenze etablieren sich Lebensentwürfe, die
längst nicht mehr an einen Ort gebunden sind. Pendlerexistenzen gibt
es nicht mehr nur in der Putzfrauenökonomie, sie sind überall
zu finden. Ausgehend vom Europa der Regionen macht es deshalb Sinn, das
polnische Berlin nicht vom europäischen Polen zu trennen, sondern es
gemeinsam zu beschreiben. Der Themenschwerpunkt Polen auf uwe-rada.de
will dazu beitragen.
"Wir lassen uns nicht plattmachen"
Als 1981 in Polen das Kriegsrecht verhängt wurde, war Piotr Niemiec gerade in Warschau. Dem Berliner und Studenten in Lodz waren die DDR und Volkspolen gleichermaßen vertraut (taz vom 13. Dezember 2011)
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"Berlin ist wunderbar tolerant"
Als er nach Berlin kam, regierten in Warschau noch die Brüder Kaczynski. Doch der Historiker Robert Traba kam nicht als Nationalist, sondern auf der Suche nach den Gemeinsamkeiten in der Geschichte von Polen und Deutschen. Parallel zur Ausstellung "Tür an Tür" entstand so das Megaprojekt "Deutsch-polnische Erinnerungsorte" (Montagsinterview vom 5. Dezember 2011)
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Dänemark an der Oder
Um Kriminalität zu bekämpfen, will Gubens Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner die Kontrollen an der polnischen Grenze wieder einführen. Und steht damit allein (taz vom 14. Juli 2011)
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Heimwehtouristen sind Geschichte
Als Gastland auf der Internationalen Tourismusbörse präsentiert sich Polen als hippes Reiseziel. Allerdings stagniert die Zahl der Besucher aus Deutschland. Und die, die kommen, zieht es weniger nach Danzig als an die Ostsee oder in den Urwald von Bialowieza (taz vom 9. März 2011)
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Germanys next Pole Position
Elf Bemerkungen zum Wandel des Bildes der Deutschen von ihren Polen (Beitrag im Jahrbuch Migration des Deutschen Polen Instituts 2010)
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Beschleunigung
und Stillstand
Eine Reise durch Polens Zeitzonen in fünf Etappen (Vortrag auf
dem Festival Metro-Polen an der FH Potsdam am 3. Februar 2010)
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Lücken
schließen
Die Ausstellung "Grenze. Welche Grenze?" macht mit einer interessanten
Botschaft auf sich aufmerksam. Nicht mehr Kunstprojekte sind der Motor der
Grenzgängerei an Oder und Neiße, sondern Unternehmungen, die
sich für beide Seiten rechnen - ideell, aber auch wirtschaftlich (taz
vom 28. November 2009)
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Wir,
Europäer
Die Ausstellung "Wir Berliner" zeichnet die Geschichte der
Polen in Berlin nach und zeigt: Die deutsche Hauptstadt war lange ein politisches
und kulturelles Zentrum der Polen in Europa. Daran wird seit der Wende wieder
angeknüpft (taz vom 4. Juni 2009)
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Geschichte
wird gemacht
Exkursionen wie die nach Schwetig/wiecko sind die Spezialität des
Instituts für angewandte Geschichte. Was einst in einer Pizzeria im
polnischen Subice begann, ist inzwischen zu einer "Geschichtswerkstatt
Europa" geworden (taz vom 8. Mai 2008)
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Ehe
oder Partnerschaft
Die Oder-Partnerschaft mit Polen hat mit vielen Problemen zu kämpfen.
Dennoch gibt es Fortschritte (taz vom 20. März 2008)
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"Ich will keinen
Durchschnitt zeigen"
Wunderbare Geschichten, politische Statements - morgen beginnt das Festival
"Film Polska". Insgesamt werden rund 90 Filme gezeigt. Berlin
ist dafür der perfekte Ort, sagt Organisator Kornel Miglus, denn das
Publikum sei offen und international, polnische Filmemacher kämen gerne
hierher (taz vom 22. April 2008)
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"Politik
ist Aufgabe der Politiker"
Ämter und Posten werden in Polen gerade häufig gewechselt,
doch manchmal gibt es auch Überraschungen. Mit Tomasz Dabrowski kam
Anfang des Jahres ein neuer Direktor des Polnischen Instituts nach Berlin,
der nicht die Konfrontation sucht, sondern den Dialog. Allerdings will er
auch Dinge ansprechen, die bislang unter den Tisch fielen (taz vom 16. April
2007)
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Deutsche Tabus
Lücken im kollektiven Gedächtnis: Lange war die Figur des Flüchtlings
ausgegrenzt, wie die Ausstellung "Flucht, Vertreibung, Integration"
zeigt (taz vom 26. Mai 2006)
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"Das lässt
sich nicht per Beschluss ändern"
Polen ist Brandenburgs wichtigster Handelspartner. Doch im bundesweiten
Vergleich hinkt das Land bei Exporten nach Osteuropa noch hinterher, sagt
Gerd Harms, Staatssekretär in der Potsdamer Staatskanzlei. Er hofft,
dass bei der morgigen Oderkonferenz der ländliche Raum stärker
berücksichtigt wird (taz vom 4. April 2006)
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Protest gegen den polnischen
Präsidenten
Als Stadtpräsident von Warschau hat sich Lech Kaczyski als Homofeind
hervorgetan. Schwule und Lesben wollen deshalb morgen gegen ihn demonstrieren.
Denn Berlin ist inzwischen zum Mekka für die polnische Szene geworden
(taz vom 8. März 2006)
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Die Breslauer Herausforderung
Wenn man von Berlin überhaupt nach Osten geschaut hat, dann meist nach
Warschau oder Moskau. Für die Zukunft der Stadt ist ein kulturelles
und wirtschaftliches Netzwerk in der Oderregion aber näher liegend
(taz vom 30.April 2004)
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Mitten in Europa
Wirtschaftlich profitiert Berlin von der Osterweiterung nicht so stark wie
Wien. Kulturell aber ist es längst eine Metropole geworden. Fünf
Porträts von Wanderern zwischen Ost und West (taz vom 11. Februar 2004)
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Polen hin und wegDas Tor zum
Westen
Berlin vor der EU-Osterweiterung: Wirtschaftlich wird die Stadt davon kaum
profitieren, aber für Künstler und Wissenschaftler ist sie längst
ein faszinierender Anziehungspunkt (Zitty 4/2004)
Die Nacht,
in der der Wind aus Osten kam
Während sich die Außenminister umarmten, brachten 25.000 Deutsche
und Polen am Tag des EU-Beitritts Volksfeststimmung nach Frankfurt und Subice.
In den Dörfern Aurith und Urad feierte man für ein paar Stunden
sogar die Wiedervereinigung (taz vom 3. Mai 2004)
Ort zum Schreiben
und Atmen
Worin besteht Berlins Mittel- und Osteuropakompetenz? Im Roten Rathaus versuchte
sich unter anderem der ungarische Schriftsteller Dalos an einer Antwort
(taz vom 26. Juni 2003)
Kulturtransfer
in Rinderpelle
Im "Klub der polnischen Wurstmenschen" nimmt Leszek Oswiecimski
deutsche Gutmenschen und polnische Schnurrbartträger aufs Korn. Kein
Wunder, dass die Helden von trauriger Gestalt bei den polnischen Versagern
landen (taz vom 8. November 2002)
"Polen
ist in vielem schon weiter"
Fit für die Osterweiterung? Der Wirtschaftsgeograf Stefan Krätke
von der Universität Viadrina glaubt, dass Berlin offensiver mit dem
Thema Polen umgehen müsse. Chancen gebe es auch für die Ansiedlung
polnischer Unternehmer in Berlin (taz vom 19. Oktober 2002)
Orte, an denen
es rau zugeht
Zwei Jahre vor der Osterweiterung der Europäischen Union sucht Berlin
noch immer seine Identität. Warum kommt es nicht auf das Naheliegende?
Warum stellt man sich nicht der geografischen Realität und sucht seine
Chancen als Grenzstadt? (Vortrag Deutsche Akademie für Städtebau
und Landesplanung 2002)
"Wir
müssen Polen bekannter machen"
Seit der Wende werden Berlin als künftiger Ost-West-Drehscheibe goldene
Jahre vorhergesagt. Doch zwei Jahre vor der geplanten EU-Osterweiterung
sind die Weichen dafür kaum gestellt. Vier Experten debattieren, welche
Fehler gemacht wurden und wie der rot-rote Senat das Thema anpacken sollte
(taz vom 18. Januar 2002)
Von Danzig
bis Berlin
Vor zwanzig Jahren wurde über Polen das Kriegsrecht verhängt.
In Berlin wurden die Flüchtlinge als "Helden der Solidarnosc"
empfangen. Ein neuer Migrationszyklus von Ost nach West hatte begonnen (taz
vom 12. Dezember 2001)
Wunder dauern
etwas länger
Berlin gilt als Ost-West-Drehscheibe. Doch in die osteuropäischen Märkte
exportieren andere Bundesländer weit mehr als die Hauptstadt. Für
den Osteuropakoordinator des Senats, Wolfram O. Martinsen, liegt das auch
an fehlender Begegnungskultur (taz vom 14. März 2001)
Die westlichste
Stadt Polens
Schon zu DDR-Zeiten vergessen und verfallen, verliert Görlitz trotz
intensiver Sanierungsanstrengungen immer mehr Einwohner. Das polnische Zgorzelec
am anderen Neißeufer dagegen boomt. Beide Städte nennen sich
seit zwei Jahren "Europastadt" und planen zusammen ihre Zukunft:
Die heißt Polen (taz vom 23. August 2000)
Preußisches
Pompeji
1945 wurde die preußische Festung Küstrin nach schweren Kämpfen
von der Roten Armee eingenommen. Die Ruinen der Altstadt liegen seither
unter Bäumen und Sträuchern begraben. Aus dem deutschen Küstrin
wurde das polnische Kostrzyn. Nun soll die zerstörte Festung wieder
aufgebaut werden (taz Magazin vom 6. Januar 2001)
Die nahe und
doch so fremde Stadt
Kaum mehr als 100 Kilometer trennen Berlin vom polnischen Szczecin. Während
sich die 420.000 Einwohner zählende Hafenstadt an der Oder in Richtung
deutsche Hauptstadt orientiert, verfolgen die Berliner ihre eigenen Interessen
(taz vom 14. November 2000)